Ernährungscheck

Leidet mein Kind unter Mangelernährung?

Test zur Mangelernährung

Machen Sie mit Hilfe unseres Ernährungschecks den Test, ob auch Ihr Kind von einer Mangelernährung betroffen sein könnte.

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Andere Organerkrankungen

Neben Mukoviszidose, Krankheiten des Nervensystems und Krankheiten des Magen-Darm-Traktes gibt es weitere Erkrankungen, in deren Verlauf der Ernährung eine besondere Bedeutung zukommt, etwa bei Nieren-, Leber- und Lungenkrankheiten oder bei Krebserkrankungen.

Je nach Art und Umfang der Schädigung darf das Kind manchmal nicht mehr alle Nährstoffe in gewohnter Menge zu sich nehmen, in anderen Fällen erhöht sich der Bedarf an bestimmten Nährstoffen. Eine gezielte Ernährungstherapie mit einer Trink- und/oder Sondennahrung kann auch hier die Folgen einer Mangelernährung abwenden, den Ernährungszustand und das Wachstum verbessern.

Erkrankungen der Niere

Wenn Ihr Kind an akuter oder chronischer Niereninsuffizienz leidet, gehören Einschränkungen in der Lebensmittelauswahl zum Alltag. Eine Mangelernährung ist aber genau das, was vermieden werden sollte. Durch eine angepasste Ernährung kann auch hier der Verlauf der Erkrankung günstig beeinflusst werden.

Ziel der Diät ist es in diesem Fall, die geschädigten Nieren zu entlasten. Bei Patienten ohne Dialyse zum Beispiel durch die Reduktion der Eiweißmenge oder einzelner Mineralstoffe, welche durch die beeinträchtigte Nierenfunktion ansonsten schädigend wirken. Wichtig ist gleichzeitig eine ausreichende Versorgung mit Energie in Form von Kohlenhydraten und Fett, da sonst lebensnotwendiges Eiweiß zur Energiegewinnung herangezogen wird und dem Körper damit langfristig fehlt. Bei chronischer Niereninsuffizienz muss die Flüssigkeitsaufnahme individuell sehr genau kontrolliert werden. Daher bieten sich Trinknahrungen an, die viel Energie und Nährstoffe in einem kleinen Volumen enthalten, aber wenig Eiweiß und Mineralstoffe wie Phosphat und Kalium. Für Dialysekinder verändern sich die Ernährungsempfehlungen. Die Eiweißbeschränkung entfällt, da die anfallenden Abbauprodukte nun mit Hilfe der Dialyse entfernt werden, welche im Grunde die Funktion der Niere übernimmt.

Erkrankungen der Leber

Patienten mit chronischen Lebererkrankungen fällt es wegen mangelndem Appetit oft schwer, ihren Energie- und Nährstoffbedarf mit herkömmlichen Lebensmitteln zu decken. Während bei Erwachsenen am häufigsten eine Fettleber oder eine Leberzirrhose die Ursache sind, kommen bei Kindern Infektionen, Veränderungen der Gallenwege oder Stoffwechselerkrankungen in Frage. Empfehlenswert ist der Einsatz von Trink- und/oder Sondennahrung zur Optimierung des Nährstoffangebotes immer dann, wenn eine Mangelernährung und damit auch gleichzeitig Gewichtsabnahmen oder ein vermindertes Wachstum drohen.

Erkrankungen der Lunge

Auch Erkrankungen der Lunge wie Asthma oder Bronchopulmonale Dysplasie (BPD) stehen häufig in Verbindung mit Ernährungsproblemen. Es kann zu Störungen der Nahrungsaufnahme kommen, wodurch sich das Risiko einer Mangelernährung erhöht. Die Patienten haben aufgrund der erhöhten, energieverbrauchenden Atemarbeit einen größeren Kalorienbedarf, der kaum zu kompensieren ist. Und essen wenig, weil die Atemnot sich beim Essen verstärkt oder weil die Medikamente zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt geführt haben. Dies ist eine Kombination, die nicht ohne Folgen bleiben wird - wird nicht ausreichend Energie mit der Nahrung zugeführt, ist ein ungewollter Gewichtsverlust die Folge. Um eine Mangelernährung zur vermeiden, sollte dann Trink- und Sondennahrung zum Einsatz kommen. 

Krebs bei Kindern
Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind oft heilbar. Allerdings ist die erforderliche Chemotherapie eine große Anstrengung für den wachsenden Körper und das Körpergewicht kann abnehmen. Ab einem Gewichtsverlust von mehr als 5 Prozent sollte unbedingt über eine Ernährungstherapie nachgedacht werden, ab 10 Prozent Gewichtsverlust ist sie unumgänglich. Kann der Gewichtsverlust damit nicht ausgeglichen werden, können bei Bedarf „Sonderrationen“ zugefüttert werden (Ratgeber Trinknahrung). Besonders hilfreich für kleine Krebspatienten können die vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Arten der Trinknahrungen sein - entweder auf Milchbasis oder fruchtig. Die Auswahl ist groß und auch bei vermindertem Appetit - einer zusätzlichen Begleiterscheinung der Krebstherapie - kann dies Abwechslung und Freude bringen, wodurch die Nahrungsaufnahme gleich viel leichter wird.
Bei längerfristigen Problemen mit der Nahrungsaufnahme sollten Sie erwägen, Ihrem Kind die fehlende Kalorienmenge mit Hilfe einer Sonde „zuzufüttern“(Ratgeber Sondennahrung).

Ebenso wie der Energiebedarf bei Erkrankungen erhöht sein kann, ist das auch bei einzelnen Nährstoffen der Fall. Da deren Speicher nur sehr klein sind, kann eine Unterversorgung schnell zu kritischen Mangelzuständen führen. Besprechen Sie jeden Verdacht deshalb unbedingt gleich mit Ihrem Kinderarzt.

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